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22. Mai 2020

Zugriff der Ermittlungskommission "Engel"



 Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft und Polizei Wuppertal

   

Wuppertal (ots) Am vergangenen Mittwoch, 20.05.2020, erfolgte unter Federführung
einer Staatsanwältin der Zugriff der "EK Engel" der Polizei Wuppertal
gegen insgesamt sechs tatverdächtige Personen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft waren zuvor Durchsuchungsbeschlüsse
des Amtsgerichts Wuppertal ergangen, die an diesem Tage mit
Unterstützung eines Sondereinsatzkommandos vollstreckt wurden.

Bereits Anfang 2020 war der Hauptverdächtige, ein 29-jähriger
deutscher Staatsbürger, in den Fokus der Ermittler geraten und die
"EK Engel" zur Aufklärung des Tatverdachts gegründet worden. Durch
die Ermittlungen konnte der Tatverdacht verdichtet und festgestellt
werden, dass Drogenverkäufe über das Internet aber auch "von Hand zu
Hand" stattfanden. Im Verlauf der polizeilichen Maßnahmen rückten
fünf weitere Verdächtige ins Visier der Beamten.

Am 20.05.2020 konnte schließlich der Zugriff erfolgen, wobei
insgesamt sechs Objekte in Solingen und jeweils ein weiteres Objekt
in Bergisch Gladbach und Düsseldorf durchsucht wurden. Bei den
Durchsuchungsmaßnahmen stellten die Beamten etwa 7 Kilogramm
Amphetamin, 2 Kilogramm Marihuana, Kleinmengen sonstiger
Betäubungsmittel und einen fünfstelligen Bargeldbetrag sicher.
Daneben fanden sie mehrere Schlagstöcke, eine Handgranatenattrappe
und eine Schreckschusspistole. Insgesamt nahm die Polizei alle sechs
Beschuldigten vorläufig fest. Gegen zwei Männer im Alter von 29 und
31 Jahren und eine 26 Jahre alte Frau ordnete das Amtsgericht
Wuppertal auf Antrag der Staatsanwaltschaft die Untersuchungshaft an.

Die Auswertung der aufgefundenen Beweismittel und weitere
umfangreiche Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei
Wuppertal dauern an. Den Beschuldigten drohen für den Fall einer
Verurteilung langjährige Freiheitsstrafen.

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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