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19. Mai 2020

Fisch des Jahres: die Nase



Die Nase ist eine typische Fischart in der Wupper

Seit 1984 wird der Fisch des Jahres gekürt. Für das Jahr 2020 wurde die Fischart Nase ausgewählt. Damit machen der Deutsche Angelfischerverband (DAFV), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) „auf eine bedrohte Fischart aufmerksam, die für Flüsse mit kiesigem bis felsigem Untergrund in der sogenannten Äschen- und Barbenregion typisch ist“, heißt es auf der Homepage des DAFV.

„Die Nase gehört auch in der Wupper zu den typischen Fischen und wurde bei Untersuchungen immer wieder gefunden“, sagt Andrea van den Boom, Leiterin der Fachgruppe Limnologie und Gewässergüte beim Wupperverband. „Sie kommt in der Wupper von Wuppertal bis Leverkusen vor, an manchen Stellen sogar in guten Beständen. Regelmäßig kann man im Frühjahr zur Laichzeit große Schwärme im Stadtgebiet Wuppertals sehen. Das ist sehr erfreulich, denn in langfristigen Trends gilt die Art bezogen auf Deutschland als regional stark gefährdet und lokal ausgestorben.“

Mancherorts haben sich jedoch die Bestände in den letzten Jahren positiv entwickelt – wie zum Beispiel in der Wupper.

Die Nase braucht natürliche Fluss-Strukturen

Die Nase stellt hohe Ansprüche an das Gewässer. Die erwachsenen Tiere dieser Fischart führen innerhalb des Flusses weite Wanderungen zu geeigneten Laichplätzen durch. Dafür muss die Wanderstrecke im Fluss durchgängig, also barrierefrei sein.

Für ihren gesamten Lebenszyklus benötigt die Fischart eine Vielfalt an Fließgeschwindigkeiten und Gewässertiefen. Für die Eiablage werden lockere Kiesbänke in flachen rasch fließenden Flussabschnitten bevorzugt. Die frisch geschlüpfte Brut hält sich in strömungsarmen Flachwasserbereichen auf. Die heranwachsenden Jungfische wechseln in die rasch fließenden Flussabschnitte und die großen erwachsenen Tiere überwintern in ruhigeren Abschnitten des Unterlaufes. Die Art profitiert also von einer großen Vielfalt der Gewässerstrukturen, Gewässertiefen und Fließgeschwindigkeiten.

Die Nase hat positive Auswirkungen auf die Gewässerqualität

Für den Fluss erfüllt die Fischart Nase eine wichtige Funktion. Sie weidet die Algen, die auf den Steinen wachsen, ab. Das hat positive Auswirkungen auf die Qualität des Gewässerbetts und stärkt die Selbstreinigungskraft des Flusses.

Flüsse naturnah entwickeln

Die Verbesserung der Lebensbedingungen von Nasen und allen anderen Fischarten und Kleintieren in der Wupper und ihren Nebenbächen ist das Ziel der Maßnahmen des Wupperverbandes.

Damit die Wupper wieder natürlicher wird, hat der Wupperverband in Kooperation mit seinen Mitgliedern und Partnern in den letzten Jahren bereits viele Projekte durchgeführt. Wehre wurden entweder entfernt oder an noch genutzten Wehren wurde die Durchgängigkeit verbessert, z. B. durch den großen Fischaufstieg am Stausee Beyenburg. Mit Steinen, Inseln und Baumstämmen hat der Wupperverband das Flussbett aufgelockert. So entstehen mehr Dynamik und abwechslungsreiche Strömungen.
Wo es möglich ist, wird das Flussbett aufgeweitet, wie z. B. in Wuppertal-Laaken auf dem Gelände des Familienunternehmens Vorwerk.
Dort, wo Bebauung, Ufermauern oder wie in Wuppertal die Schwebebahnstützen berücksichtigt werden müssen, wird die Wupper innerhalb der bestehenden Begrenzungen mit Steinen und Inseln abwechslungsreicher gestaltet.

Bis 2030 investiert der Wupperverband 13,8 Mio. Euro

Die Wupper und ihre Nebenbäche wieder natürlicher zu entwickeln ist Bestandteil der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Diese hat die Zielsetzung, dass alle Flüsse und Bäche in Europa bis 2027 einen guten Zustand haben.
Der Wupperverband hat im Wuppergebiet schon zahlreiche Projekte umgesetzt. Diese werden vom Land gefördert.
Auch in den kommenden Jahren setzt der Verband diese Arbeit fort: Das von den Verbandsgremien beschlossene Maßnahmenpaket für die Umsetzung der Richtlinie umfasst für den Zeitraum 2018 bis 2030 rund 13,8 Mio. Euro.

Beispiele für Renaturierungsprojekte im Wuppergebiet sind auf der Homepage zu finden.
www.wupperverband.de/unsere-aufgaben/gewaesserentwicklung/beispiel-gewaesserprojekte
Die Broschüre „10 Jahre Umsetzung Wasserrahmenrichtlinie 2008 – 2018“ steht auf der Homepage als Download zur Verfügung.

 

 

PM Wupperverband

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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