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19. Mai 2020

Am Grafen: Zwölf Uhr mittags

 

Solinge/pen-es ist Montag und kurz nach zwölf Uhr. Gaststätten, Imbisse und Restaurants dürfen wieder öffnen. Rund um den Graf Wilhelm Platz ist es überschaulich, es sind nicht viele Leute unterwegs. Die Gastronomie gestaltet sich wie folgt. Das „Fasil“ hat geöffnet, man muss die Masken bis an den Tisch auflassen. „Em Kotten“ hat geschlossen. Das „Schaufenster“ hat auf, Gäste sind aber noch keine zu sehen. Bei Imbissen bewegt sich einiges. „City Imbiss“ hat geöffnet und zwei Gäste sitzen draußen. Im Laden selbst wird es wegen der Enge schon schwerer mit dem Abstand. „Pizza Pazza“ hat geöffnet und im „Grill am Neumarkt“ lässt sich einer sein Essen schmecken.

 

 

 

Vorbildlich in Abstand und Möglichkeiten vor Eintritt die Hände zu desinfizieren sind die „Zunftstuben“. Wir sprechen mit dem Inhaber und sehen, dass hier ein vorbildliches Konzept umgesetzt wurde. Auf der anderen Seite hat das Restaurant „Goldener Löwe“ geöffnet, das Lokal ist leer. Zwei Gäste sitzen im „La Luna“ im Hofgarten. Stimmungsvolle Gastronomie schaut wirklich anders aus. Aber im „Markttreff“ steppt der Bär. Innen ist der Laden voll besetzt. Draußen an den Tischen hängen die Masken unter dem Kinn, alle Tische sind besetzt und man freut sich des Lebens. Ein Herr im mittleren Alter klärt die anderen Gäste auf:“ach, lasst euch doch nicht verarschen. Ist alles ungefährlich und man klaut uns unsere Freiheit und unsere Rechte. Im Sommer redet da keiner mehr drüber!“ Das strahlt nicht wirklich Ruhe und Sicherheit aus.

 

 

 

Das wirklich unbeschwerte Leben rund um den Grafen lässt wohl noch etwas auf sich warten.

 

 

 

Symbolbild penpicture

 

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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