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06. Februar 2020

Jugendherberge: Entscheidung noch offen

Solingen/Erste Beratungen über Studie beginnen. Neubau lässt auf jeden Fall auf sich warten.

Wird es eine neue Jugendherberge in Solingen geben? Wie die Chancen dafür stehen, hängt vom Ergebnis einer Machbarkeitsstudie ab, die das Jugendherbergswerk Rheinland in Auftrag gegeben hat. Sie soll die Zukunftschancen verschiedener Standorte im Bergischen Städtedreieck auch im Hinblick auf veränderte Anforderung der Besucherinnen und Besucher ermitteln.

Der Entwurf dieser Studie liegt nun in Düsseldorf vor. Oliver Mirring, Geschäftsführer des Jugendherbergswerks Rheinland, stellte jetzt bei einem seiner regelmäßigen Gespräche mit Stadtdirektor Hartmut Hoferichter in Solingen klar: "In den nächsten zwei bis drei Jahren werden wir keinen Neubau in Angriff nehmen können." Vorerst sei man mit der Renovierung und Modernisierung bestehender Jugendherbergen beschäftigt, in die ein erheblicher Betrag investiert werde. Hinzu komme ein großes laufendes Neubauprojekt in der Eifel, welches im laufenden Jahr zu Ende gebracht werden müsse.

Das Jugendherbergswerk Rheinland betreibt insgesamt 33 Häuser. Zur Standortentscheidung im Bergischen Städtedreieck beginnen nun erste interne Beratungen, erfuhr Hoferichter bei dem Treffen. Nach Einbeziehung verbandsinterner Gremien bis zum Sommer seien danach laut Oliver Mirring weitere Gespräche mit den einzelnen Städten geplant. "Ein konkreter Standort wird wohl frühestens Ende des Jahres diskutiert werden können", sagte der Stadtdirektor, der sich weiterhin zuversichtlich zeigt, mit dem Vorschlag Burg punkten zu können.

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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