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22. Januar 2020

Der Wahlkampf kommt in Schwung

 

 

Solingen/FDP fordert von OB und Wirtschaftsförderung mehr Aktivität bei der Ansiedlung von Unternehmen

 

 

Die FDP-Fraktion bemängelt, dass die Zahl der Unternehmen in Solingen seit 2015 kontinuierlich abnimmt. „Es gibt seither deutlich mehr Abmeldungen als Anmeldungen. Das ist besorgniserregend,“ findet Ulrich G: Müller, Fraktionsvorsitzender der FDP. „Diese negative Entwicklung hat mit dem Amtseintritt von OB Kurzbach begonnen und konnte durch diesen nicht gestoppt werden.“

 

Die Freien Demokraten kritisieren, dass der Oberbürgermeister die Unternehmensansiedlung nicht zur Chefsache macht. Müller: „Als es um die Ausweisung neuer Gewerbegebiete für Solingen im Regionalplan ging, haben wir ein klares Statement des Oberbürgermeisters zugunsten der strittigen Flächen vermisst. Auch beim Thema Autobahnanbindung rudert der OB zurück, obwohl diese für die Unternehmen wichtig wäre. Das ist Verhinderungspolitik, aber keine aktive Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik.“

 

Die Freien Demokraten fordern den Oberbürgermeister und den Wirtschaftsförderer auf, durch aktive Ansprache Unternehmen für Solingen zu gewinnen. „Es reicht nicht aus, nur auf der Messe vertreten zu sein und schöne Broschüren zu drucken“, so Raoul Brattig, Mitglied der Fraktion und Oberbürgermeisterkandidat. „Die Stadt muss den Unternehmen geeignete Flächen anbieten, Baugenehmigungen schnell erteilen, Gewerbeanmeldungen unbürokratisch ermöglichen, den Verwaltungsaufwand für neue Unternehmen verringern und Beratungsangebote für Startups schaffen,“ fordert Brattig.

 

„Wenn der wirtschaftliche Aufschwung abnimmt, und dafür gibt es Anzeichen, dann geraten mehr Unternehmen in die Insolvenz. Und wenn dies in Solingen mangels Unternehmen nicht mehr aufgefangen werden kann, wird eine solche Entwicklung zu einem riesengroßen Problem: Arbeitsplätze fallen weg und können in der Stadt nicht mehr kompensiert werden, Steuereinnahmen brechen weg und die Sozialausgaben steigen. Eine solche Abwärtsspirale gilt es dringend zu verhindern,“ sagt Müller.

 

 

 

 

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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