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13. Dezember 2019

Landesregierung lehnt Solinger Talentschule ab

 

 

Die Realschule Vogelsang hat einen ablehnenden Bescheid aus dem NRW- Schulministerium erhalten. Die Solinger Schule hatte sich als ‚Talentschule‘ beworben. 25 Schulen aus ganz NRW erhielten den Zuschlag. Mit dem Konzept der Talentschule will das Land Schulen in sozialen Brennpunkten fördern. Insgesamt sollen es in den nächsten Jahren insgesamt 60 Schulen werden, die so gesondert gefördert werden. Bereits im letzten Jahr hatte sich die Realschule Vogelsang darum bemüht und war nicht zum Zuge gekommen.

 

Dazu der Solinger SPD-Landtagsabgeordnete Josef Neumann:

 

„Ich bedaure den ablehnenden Bescheid für die Solinger Realschule. Alle Schülerinnen und Schüler haben es allerdings verdient, dass individuelle Talente gefördert werden. In jedem Kind steckt ein Talent. Das fördern wir am besten durch längeres gemeinsames Lernen, die Ausweitung des Ganztags und die Einführung eines schulscharfen Sozialindexes.

 

Ziel der Talentschulen ist eine Förderung von Schulen in sozialen Brennpunkten, an und für sich eine gute Idee. Die praktische Umsetzung lässt aber zu wünschen übrig. 60 Schulen sind deutlich zu wenig und die Bewerbungsverfahren sind aufwändig.

 

 PM MdL Neumann

 

Überall im Land machen sich jeden Morgen junge Talente auf den Weg zur Schule. Die Landesregierung will sich nun auf 60 sogenannte Talentschulen konzentrieren. Was sollen denn dann die anderen Schulen sein?

 

Uns hilft keine Scheindebatte um Talente und deren Förderung, stattdessen muss endlich ein Sozialindex eingeführt werden, der nicht wenigen, sondern allen Kindern und Lehrerinnen und Lehrern in NRW zugutekommt. Nordrhein-Westfalen benötigt einen schulscharfen Sozialindex, der Unterstützung an alle Schulen bringt, die es brauchen. Wir brauchen Bildungsgerechtigkeit für die Vielen und nicht die Wenigen.“

 

 

 

 

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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