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18. November 2019

Laichsaison in der Wupper ist gestartet

 

 

Fischereiverein hat erste Bach- und Meerforellen in Wuppertal entdeckt

 

 

Mit der herbstlichen Witterung hat nun auch wieder ein Naturschauspiel in der Wupper begonnen: Der Bergische Fischerei-Verein 1889 e.V. Wuppertal (BFV) hat erste Wanderfische beim Laichen an der Wupper mitten im Stadtgebiet beobachtet. Am 1. November gelangen dem Fischereiverein Unter-Wasser-Aufnahmen von einer weiblichen Meerforelle und einer männlichen Bachforelle „beim Laichgeschäft“ an der Schlossbleiche in Wuppertal-Elberfeld. Nach einer ersten Einschätzung des Fischereivereins lasse sich erkennen, dass bereits jetzt mehr Fische als im Vorjahr zum Laichen aufsteigen.

Wenn im Herbst die Temperaturen sinken, kehren z. B. Lachse und Meerforellen über den Rhein in die Nebenflüsse zum Laichen zurück, dorthin, wo sie selbst als Jungfische groß geworden sind. Auch die Bachforellen sind wieder aktiv und laichen. Wupper und Dhünn gehören zu den Flüssen, in die die Fische wieder zurückkehren.

 

Besatz mit Jungfischen durch ehrenamtliche Mitglieder der Fischereivereine

 

Die Wiederansiedlung der ehemals ausgestorbenen Fischarten in die Wupper und Dhünn erfolgt mit viel ehrenamtlichem Einsatz durch die Fischereivereine.

Jährlich setzen sie Jungfische, z. B. Lachse und Meerforellen, in großer Zahl in die Wupper und die Dhünn. Einige Jahre wachsen die Fische in ihrem Heimatfluss heran und machen sich dann auf den langen Weg ins Meer, um 2 bis 4 Jahre später zum Laichen wieder in ihre ehemalige „Kinderstube“ zurückzukehren.

In 2019 hat der BFV insgesamt 234.850 Junglachse in die Wupper gesetzt.

 

Auch der Sportangelverein SAV Bayer setzt sich mit viel Herzblut für die Wiederansiedlung der Wanderfische ein.

In den letzten Jahren hat der SAV pro Jahr 60.000 Lachsbrütlinge vom Landesumweltamt, Außenstelle Albaum, in die Dhünn und den Eifgenbach ausgebracht. Weitere 10.000 Junglachse hat der SAV im Bereich untere Wupper besetzt.

 

Wupper und Dhünn: Lebensraum für Fische

Noch bis in die 1980er Jahre war die Wupper stark verschmutzt.

Heute finden selbst die empfindlichen Fischarten, wie der Lachs, hier wieder einen Lebensraum:

Die Wasserqualität hat sich deutlich gebessert, u.a. durch Investitionen des Wupperverbandes in die Kläranlagen. Darüber hinaus haben die Kommunen in die Kanalnetze investiert.

Auch die Projekte für die Gewässerstruktur der Wupper zahlen sich aus. Durch eine naturnahe Gestaltung des Flussbetts entwickelt sich die Wupper zum abwechslungsreichen Lebensraum. Der Wupperverband setzt zahlreiche Projekte um, gemeinsam mit den Kommunen und auch Unternehmen sowie mit finanzieller Unterstützung des Landes. Beispiele aus den letzten Jahren sind Wupperprojekte in Leichlingen (Balker Aue), Hückeswagen (Auenpark und Schlossfabrik) sowie Wipperfürth (Ohler Wiesen). In Wuppertal werden in Zusammenarbeit mit der Stadt Wuppertal im Rahmen des Perspektivwechsels Wupper bis 2025 rund 15 Kilometer Stadtfluss natürlicher gestaltet. Eine Reihe von Projekten ist schon abgeschlossen, z. B. zwischen Autobahnbrücke A1 und Rauental, an der Rosenau, am Pfälzer Steg, vom Alten Markt bis zur Junior Uni, im Bereich Bayer Sportpark bis zur Rutenbeck. Das Engagement von Firmen zeigte sich unter anderem durch Projekte am Arrenberg und im Bereich des Standorts Laaken des Familienunternehmens Vorwerk.

 

Die Dhünn als größter Nebenfluss ist ebenfalls Ziel für aufsteigende Fische. Neben natürlichen Flussstrukturen sorgt der Thermorüssel an der Großen Dhünn-Talsperre dafür, dass der Lebensraum Dhünn für Fische noch attraktiver wird. Mit dem Thermorüssel kann statt des kalten Tiefenwassers aus der Großen Dhünn-Talsperre nun die Dhünn mit Wasser aus wärmeren Schichten der Talsperre versorgt werden.

 

 

Bildmaterial:

 

1) Laichende weibliche Meerforelle und männliche Bachforelle, Foto: Elmar Weber

 

 

 

2) Herbstliche Wupper im Bereich Wuppertal-Kohlfurth, Foto: Wupperverband

 

 

 

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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