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05. November 2019

Die rote Karte

 

 

Ein Gastkommentar von Reinhard Burski

 

 

Am Wochenende gab es schwere Ausschreitungen beim Berliner Bundesligaderby. Ebenfalls in Berlin musste ein kompletter Amateur- und Jugendspieltag wegen eines Streiks der Schiedsrichter abgesagt werden. In Hessen wurde vor wenigen Tagen ein Schiedsrichter durch einen Spieler niedergeschlagen und schwer verletzt. Aber auch der Solinger Fußballkreis ist längst kein Hort der Unschuld mehr. Ein Landesligaspiel musste bereits im zweiten Jahr wegen Sicherheitsbedenken abgesagt werden. Schlimmer noch. Bei einem F-Jugend Turnier gingen vor Kurzem Eltern mit dem Messer aufeinander los. Kurz danach prügelten sich bei einem Bambini-Spiel die Betreuer der beiden Vereine. Gewalt und Respektlosigkeit hat es im Fußball leider immer gegeben. Vergessen wir aber nicht die vielen Spiele, die jedes Wochenende bundesweit und auch im Solinger Fußballkreis stattfinden. In der Regel wird fair und respektvoll miteinander umgegangen. Trotzdem sind die genannten Vorkommnisse ein Warnzeichen. Der Fußball ist für unzählige Fans, Spieler und Vereinsoffizielle ein wesentlicher Bestandteil des Lebens. Wir leben in einer Zeit der Zerrissenheit, des Hasses und der Intoleranz. Dies hervorgerufen, durch Existenzängste, Not und Sorgen. Da ist es kein Wunder, wenn auch der Fußball ab und zu seine hässliche Fratze zeigt. Wie ist dem zu begegnen? DFB oder auch Vertreter des Fußballkreises scheinen überfordert. Drakonische Strafen werden ausgesprochen. Mehr kann man aus der Sicht des Fußballs kaum tun. Es liegt an uns allen. An uns, den Bürgern dieses Landes, an uns den Fans dieses herrlichen Sportes. Entschlossen müssen wir solchen Auswüchsen entgegentreten. Lasst uns den Chaoten an den Wochenenden zeigen, dass wir solche Vorkommnisse nicht erleben wollen. Dass wir gemeinsam stehen gegen Hass und Gewalt!

 

 

Dann wird im Fußball, aber auch sonst der Song der Fans zur Wahrheit:„You never walk alone!“

 

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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