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25. Oktober 2019

WEHRET DEN ANFÄNGEN

Solingen/Am Dienstag, 29. Oktober 2019 ab 18 Uhr lädt das Bündnis "Solingen ist Bunt statt Braun" zu einer Marathon-Lesung für Zivilcourage und Menschlichkeit ins Foyer des Theater und Konzerthauses Solingen ein.

Wir möchten damit ein Statement gegen Protagonisten des rechten Parteienspektrums setzen, die Empathielosigkeit und die Spaltung der Gesellschaft vorantreiben, in dem sie Menschen in "mehr und weniger wert" aufteilen. Ein bekanntes Muster, das wir aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts kennen.

Zahlreiche Solinger Autor*innen, Schauspieler*innen und Musiker*innen haben sich bereit erklärt in einem fast vierstündigen Programm ihre Texte und ihre Musikstücke vorzutragen. Wir wollen mit ihnen auf literarische Spurensuche gehen, die Mechanismen aufspüren, die der Verrohung der Sprache und des gesellschaftlichen Miteinanders Vorschub leisten, und dagegen Widerspruch einlegen.

Eine Plakatausstellung zeigt in Zitaten den aktuellen Diskurs, den speziell die AfD in Bund, Land und hier vor Ort in Solingen auf die extrem rechte Spitze treibt.

Der Eintritt ist frei.



Anhang der solinger-rundschau.de


Alte Kameraden


Wer hat nun die hohlsten Köpfe
Hohle Köpfe hat man oft
Denken wir an alte Zöpfe
Die kamen nicht ganz unverhofft
Wo hohler Kopf wohl sitzen mag
Im Bundestag

Was ist nun das richtig Schlimme
Schlimmer als ein Lausbefall
Du gabst denen deine Stimme
Bald gibt es den großen Knall
Sag mir wo es knallen mag
Schlimmstenfalls im Bundestag

(C) Henning Paul

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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