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07. Oktober 2019

ADFC: Glückwunsch an Aktion in Solingen

 

 

Solingen/Am 29.09. endete die Aktion Stadtradeln, an der die Stadt Solingen erstmalig teilnahm. Der ADFC hat in seiner offenen Gruppe mit 19 aktiven Radlern 6.900km erradelt und lag damit auf dem 4. Platz. Wir freuen uns aber auch über die Tatsache, dass insgesamt 840 Radler in 119 Teams für das Klima in die Pedale getreten sind. Wir gratulieren auch den Stadtradel- Stars, die es geschafft haben 3 Wochen lang auf Ihr Auto zu verzichten.

 

Dabei lassen die Teamnamen auf eine breite Akzeptanz des Radfahrens in der Solinger Bevölkerung schließen: Schulen, Sportvereine, Kitas, Mitarbeiter größerer und kleinerer Unternehmen u.v.m. zeugen davon, dass es trotz topographischer Herausforderungen ein gesteigertes Bedürfnis gibt, sich auch in Solingen bei Fahrten zu Arbeit, zu Einkauf und in der Freizeit aufs Rad zu schwingen.

 

Dies bestärkt uns darin, weiter für die Anliegen der Radler im Alltagsradverkehr zu streiten. Der Erfolg des Solitärs "Korkenziehertrasse" zeigt dabei eindrücklich, dass mit einer vernünftigen Infrastruktur viele Menschen zum Radfahren animiert werden. Diese Trasse kann als Prototyp einer protected bike lane gesehen werden, welche für besonderen Schutz im Großstadtverkehr sorgt. Leider ist hier bisher nicht für einen durchgängigen und verlässlichen Winterdienst gesorgt, was gerade an der Brücken gefährlich ist und so die Trasse im Winter bei Frosttemperaturen fast unbenutzbar macht. Eine (intelligente) Beleuchtung der Strecke wäre ebenfalls wünschenswert.

 

Wir fordern anlässlich des Erfolges beim Stadtradeln von Politik und Stadtverwaltung mehr Mut und Mittel in der Radverkehrsplanung für die zügige Umsetzung stadtteilverbindender, teils auf eigenen Wegen geführten, leistungsfähigen Radwegen. Warum nicht auch einmal steigungungsarme Viaduktlösungen über Lochbaltal, Viehbachtal, Nacker Bachtal, Itterbachtal und Wupper für die Zukunft? Städtebaulich sicher interessante Lösungen.

 

Doch auch kleinere Maßnahmen wie die Ausweisung von Fahrradstraßen und generelles Tempo 30 in Wohngebieten wären wichtige und kostengünstige Schritte, die schnell die Attraktivität des Radverkehres steigern und den Verkehrslärm mindern. Wir appellieren dabei an die Bezirkspolitiker, die über die Einrichtung der 30er Zonen mitentscheiden, an die Sicherheit von Schulwegen zu denken und daran, dass mit sehr hohen Geschwindigkeitsunterschieden das Sicherheitsempfinden von Radlern unterminiert wird.

 

Der ADFC hat dabei passend zur kalten und dunklen Jahreszeit gelbe Warnwesten bedrucken lassen mit der Botschaft an die Autofahrer ausreichend Abstand zum Radfahrer einzuhalten.

 

Der Erfolg des Stadtradelns sollte jedenfalls allen zu denken geben. Solingen braucht sich mit den 840 Teilnehmern dabei nicht hinter der (Unistadt) Wuppertal (1.500 Teilnehmer) bei mehr als doppelt so viel Einwohnern) zu verstecken. Für das Stadtradeln im Kommunalwahljahr 2020 wünschen wir uns aber auch eine stärkere Beteiligung von Kommunalpolitikern, damit diese die Ergebnisse ihrer Entscheidungen selbst erleben.

 

 

 

 

 

 

Foto ADFC (c)

 

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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