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07. August 2019

Noch 238 freie Lehrstellen

Zum Start des Ausbildungsjahrs
noch 238 freie Plätze in Solingen

Azubis gesucht: Zum Start des neuen Ausbildungsjahres gibt es in Solingen aktuell 238 freie
Ausbildungsplätze. Damit sind noch 32 Prozent aller gemeldeten Lehrstellen unbesetzt. Das
teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit. Die NGG Düsseldorf-Wuppertal beruft
sich dabei auf neueste Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Gewerkschafterin Zayde Torun
appelliert an Schulabgänger, sich auch in der Ernährungsbranche umzusehen: „Vom
Süßwarentechnologen bis zur Chemielaborantin – die Lebensmittelindustrie bietet
hochtechnische Berufe bei überdurchschnittlicher Bezahlung.“
Die Ernährungsindustrie ist der viertgrößte Industriezweig in Deutschland – und mit 1.400
Beschäftigten allein in Solingen ein „wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region“, so Torun. Nach
Einschätzung der NGG-Geschäftsführerin dürften gelernte Fachleute künftig kaum Probleme
haben, hier eine passende Stelle zu finden. „Gefragt ist insbesondere die Fachkraft für
Lebensmitteltechnik. Wer das lernt, hat nach der Ausbildung einen soliden Titel in der Hand. Je
nach Betrieb können Gesellen eine Spezialisierung etwa für Getränke, Brot- oder Tiefkühlwaren
draufsatteln und es bis zum Industriemeister bringen“, erklärt Torun.
Aber Lebensmitteltechniker seien nicht nur „Experten für Brause, Backfisch oder Bonbons“. Die
Digitalisierung schreite in ihrem Berufsfeld so schnell voran wie in kaum einer anderen Branche.
„Künstliche Intelligenz ist in der Ernährungsindustrie längst angekommen und steuert zum
Beispiel Abläufe in der Lagerlogistik. Das macht die Jobs nicht nur für Mechatroniker und
Computerspezialisten interessant. Die neuen Technologien bieten ganz neue Möglichkeiten –
vom Ausprobieren neuer Rezepte bis hin zur App-basierten Kommunikation mit dem
Verbraucher“, so Zayde Torun.
Weitere Infos rund um Berufe in der Ernährungsindustrie und offene Ausbildungsplätze vor
Ort gibt es auf der „Azubi-Börse“ der Arbeitsagentur: www.berufenet.arbeitsagentur.de


PM NGG/Foto NGG

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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