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29. April 2019

DAS ALTE SPIEL EINER AUSGRENZUNG?

Solingen/In einer Pressemitteilung reagieren die politischen Verbände
SDAJ und Linksjugend auf einen Bericht des "Solinger Tageblatt" vom
26. April:"Wir, als Linksjugend und SDAJ in Solingen, halten es für falsch, dass ein Bündnis aus Junger Union, Jungen Liberalen, Grüner Jugend und Jusos gemeinsam Wahlkampf macht. Wir haben insbesondere kein Verständnis dafür, dass die Solinger Grüne Jugend und die Jusos gemeinsam mit den Jugendorganisationen der CDU und der FDP Wahlkampf für die EU betreiben.
Dabei sind es doch gerade diese Kräfte, die öffentliche Grundversorgung privatisieren, erkämpfte Rechte von Arbeitnehmer*innen und soziale Infrastruktur zu Gunsten einer kleinen Minderheit abbauen und außerdem eine Militarisierung nach außen, insbesondere an den Grenzen Europas, vorantreiben.
Darüber hinaus halten wir es für verwerflich sich der Extremismustheorie anzuschließen und zu suggerieren, dass eine Gefahr für die demokratische Ordnung nicht von inhaltlichen Positionen, sondern von Abweichungen von
der Mehrheitsmeinung ausginge. In der Konsequenz bedeutet dies eine Verharmlosung rechtsextremen, menschenfeindlichen Terrors! In Zeiten eines sich in ganz Europa vollziehenden Rechtsrucks ist es gerade die
politische Linke, die am entschiedensten Widerstand gegen aufkeimenden gesellschaftlichen Rassismus und nationalistische Ressentiments leistet.
Unseres Erachtens sind vor allem liberale und konservative Kräfte daran schuld, dass sich unser Rechtsstaat immer weiter abschafft. Unter ihrer Vorherrschaft auf Landes-, Bundes- sowie auf EU-Ebene wurden zahlreiche
autoritäre, repressive und rechtlich fragwürdige Projekte, wie die Verschärfung des Asylrechts oder des Polizeigesetzes vorangetrieben.
Wichtige politische Entscheidungen wurden und werden vermehrt, ohne Beteiligung der demokratischen Gremien, zwischen Regierungschefs und privaten Institutionen getroffen. Wir stehen für ein gerechtes, ein friedliches und ein soziales Europa der Menschen. Wir kämpfen für mehr gesellschaftliche und soziale
Absicherung für alle und für ein “Mehr“ an Demokratie, statt uns gemein zu machen mit konservativen und liberalen Kräften, die sich den Rechten immer wieder durch eine Ausgrenzungspolitik gegenüber Minderheiten
anbiedern und es u.a. versäumen nachhaltigen Klimaschutz voranzutreiben.
Sie sind es auch, die eine Politik betreiben, welche immer mehr Menschen in Deutschland in Armut drängt. Jusos und Grüne Jugend sollten sich überlegen an wessen Seite sie stehen wollen."

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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