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21. März 2019

Ergiebiger Regen kam den Talsperren zugute

Der März brachte bis zum 18.3. bereits doppelt so viel Regen, wie durchschnittlich im gesamten Monat fällt.

Diese Regenmengen im Winter haben die Brauchwassertalsperren, die in der extremen Trockenheit 2018 viel Wasser an die Wupper oder die Bachläufe unterhalb abgegeben haben, wieder deutlich steigen lassen. Die Bever-Talsperre ist mit 23,5 Mio. Kubikmetern zurzeit randvoll, fast 100 Prozent. Ähnlich voll war die Bever-Talsperre zuletzt im März 2017 und im Sommer 2013.
Auch kleinere Talsperren, wie z. B. die Panzer-Talsperre in Remscheid oder die Brucher-Talsperre in Marienheide, sind fast komplett gefüllt.

Die Wupper-Talsperre ist die größte Brauchwassertalsperre des Wupperverbandes und der zentrale Baustein für die Regulierung der Wupper bei Hochwasser und in Trockenzeiten. Sie ist derzeit mit 21,6 Mio. Kubikmetern zu 88 Prozent gefüllt. Denn der Wupperverband hält hier auch im März noch Stauraum für den Hochwasserschutz frei.

Insgesamt sind die Brauchwassertalsperren durch die drei nassen Monate im Winterhalbjahr 2018/19 gut gerüstet für das Sommerhalbjahr.

Von den drei Trinkwassertalsperren des Wupperverbandes sind die Kerspe-Talsperre in Kierspe und die Herbringhauser-Talsperre in Wuppertal ebenfalls so gut wie voll, beide liegen bei 99 Prozent.

Die Große Dhünn-Talsperre füllt sich langsamer

Die Große Dhünn-Talsperre ist die größte Trinkwassertalsperre des Wupperverbandes. Ihre Hauptsperre hat ein Fassungsvermögen von 72 Mio. Kubikmetern. Zurzeit ist sie mit 60 Mio. Kubikmetern Wasser zu knapp 84 Prozent gefüllt. Zum gleichen Zeitraum in 2018 lag die Wassermenge in der Talsperre mit 67 Mio. Kubikmetern höher als in diesem Jahr.
Durch die Regenmengen der vergangenen Monate ist der Wasservorrat in der Großen Dhünn-Talsperre zwar gestiegen. Allerdings füllt sie sich langsamer als die Brauchwassertalsperren, z. B. die Wupper-Talsperre.

Die Große Dhünn-Talsperre hat neben der Aufgabe der Wasserbereitstellung für die Trinkwasseraufbereitung auch die Aufgabe, in Trockenzeiten Wasser an die Dhünn abzugeben und somit einen Mindestwasserstand zu gewährleisten.

Wasserabgabe an die Dhünn wird angepasst

Damit die Talsperre zu Beginn der Absenkphase im Mai noch ausreichend gefüllt ist, reduziert der Wupperverband die Wasserabgabe aus der Talsperre an den Unterlauf der Dhünn. Die Ordnungsverfügung, die Wasserabgabe zu verringern, ist zeitlich befristet und gilt jeweils für vier Wochen.

Das bedeutet, wenn wenig Regen fällt und der Dhünnpegel sinkt, wird der Verband nach wie vor im Rahmen der Niedrigwasseraufhöhung ausreichend Talsperrenwasser an die Dhünn abgeben. Statt bisher 1000 Liter pro Sekunde am Pegel in Leverkusen-Manfort wird die Dhünn 700 Liter pro Sekunde führen. In einem begleitenden Untersuchungsprogramm nimmt der Wupperverband zweimal täglich an zwei Stellen in der Dhünn Proben und untersucht die Wasserqualität.

Durch die Anpassung der Wasserabgabe soll die Schonung des Wasservorrats in der Talsperre mit einer für die Dhünn verträglichen Wasserführung und den Ansprüchen des Flusses in Einklang gebracht werden.


Foto (Quelle:Wupperverband)

Bever-Talsperre

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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