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15. März 2019

FDP kritisiert BfS und Linke

Solingen/Die FDP kritisiert die Blockadehaltung der Ratsfraktionen BfS und Linke beim Klinikum. „Es geht doch im Moment noch gar nicht um die Entscheidung zur Holding, sondern um die Prüfung der Machbarkeit einer Holding und deren Auswirkungen, z.B. auf das Personal. Einer solchen Prüfung nicht zuzustimmen, ist angesichts der angeschlagenen Situation des Klinikums Solingen geradezu unverantwortlich,“ sagte der Vorsitzende der Solingen FDP, Dr. Robert Weindl.

Weindl: „Niemand soll so tun, als könne das Klinikum so weitermachen wie bisher. Das Klinikum selbst (also auch ohne Leverkusen) hat eine Vielzahl von Hausaufgaben (Fachbereiche stärken, Personal abbauen, strukturelle Abläufe vereinfachen usw.) zu erledigen, um wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen. Daher haben wir kein Verständnis dafür, wenn BfS und Linke sowie die Gewerkschaft verdi mit Falschinformationen zur Holding den Klinikbeschäftigten Angst und Schrecken einjagen. Dazu besteht überhaupt kein Anlass.“

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen durch die Holding nicht schlechter gestellt werden, sie sollen wie bisher im Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes verbleiben. Änderungen gibt es und auch nur in einigen Bereichen bei Neueinstellungen. Aber auch die sollen, so die Verabredung der beiden Oberbürgermeister, nicht ohne tarifvertragliche Bindung erfolgen.

„Wer diese notwendigen Veränderungen ablehnt und am Status quo festhalten will, riskiert, dass das Klinikum Solingen in die Insolvenz treibt und als städtisches Haus nicht mehr zu retten ist. Ein solches Szenario führt unweigerlich in die Privatisierung. Das aber kann nicht im Sinne der Belegschaft sein. Denn eine Privatisierung würde mit schlechteren Bedingungen für das Personal und mit betriebsbedingten Kündigungen verbunden sein. Genau das will die FDP, solange es wirtschaftlich vertretbar ist, verhindern,“ so Weindl.

Auch die Befürchtung, das Solinger Klinikum verliere durch die Holding seine Eigenständigkeit und den Anspruch der Vollversorgung, weist die FDP mit Verweis auf das Gutachten zurück. Andreas Zelljahn, Sprecher der FDP im Beteiligungsausschuss: „Die Stadt behält weiterhin ihren Einfluss auf das Klinikum und die medizinische Versorgung bleibt im Klinikum Solingen erhalten. Die ist im Übrigen auch Voraussetzung für die Landesförderung und wird schon deshalb von niemandem in Frage gestellt. Keine Abteilung, und dies steht ja auch so im Gutachten, soll geschlossen werden.“

Die Freien Demokraten rufen BfS, Linke und verdi dazu auf, wieder auf die Sachebene zurückzukommen und bei Ablehnung der Holdinglösung alternative Vorschläge zur Rettung des Klinikums zu präsentieren. Die sind bisher ausgeblieben,“ kritisiert Weindl.

 

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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