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14. Februar 2019

Die Eltern sollen zahlen

ein Kommentar von Peter Nied

Da haben wir Solinger ja eben noch mal die hohe Kunst der Interpretation gezeigt. Zunächst hatten wir eine Pressemeldung der Stadt Solingen. Es geht um die Erhöhung von Essenszuschuss der Eltern in städtischen Kitas. Es war von moderater Erhöhung die Rede und weiter wurde versucht die Sache weichzuspülen. So hörte man aus dem Rathaus: "Der monatliche Beitrag in den städtischen Kitas, die mit Essen beliefert werden, wird immer noch deutlich unter 50 Euro liegen", so Beigeordnete Dagmar Becker.

Dann tauchten plötzlich Zahlen und weitere Kaffeesatzlesereien auf. Die Rede war von (es gibt noch gar keine endgültige Berechnung) bis zu 60.-EU und Analysen wurden veröffentlicht. Und es gibt bei aller Preistreiberei auch noch einen anderen Aspekt. Was sollte und darf so ein Essen denn kosten? Teurer sollte es nicht sein aber gesund. Was ich bei meinen Kindern gesehen habe und heute anderen Kindern sehe, waren und sind sehr viel Nudeln mit Ketchup. Nehmen wir einmal an, der Monat hat 20 Tage. Der Wunschbetrag der betroffenen Eltern liegt wohl bei 50.-EU pro Monat. Wenn das Essen nun 60.-EU nach der Erhöhung kosten sollte, dann kann das immer noch kein gesundes warmes Essen pro Tag sein.

Und schließlich kam noch etwas hinzu, was mich schaudern lässt. Es wäre machbar ja, nur das wäre absolut unanständig. Da zieht doch tatsächlich einer industrielle Werbung ins Kalkül. Wie weit wollen wir denn noch gehen? "Lisa mag Grünkohl mit Mettwurst. Die Mettwurst ist von der Metzgerei Pingel. Sei wie Lisa, iss lecker Werbung."

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Kommentare: 1
  • #1

    Gerald Schrage (Freitag, 15 Februar 2019 07:57)

    Danke...Peter...

GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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42657 Solingen

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