ein Kommentar von Peter Nied
Da haben wir Solinger ja eben noch mal die hohe Kunst der Interpretation gezeigt. Zunächst hatten wir eine Pressemeldung der Stadt Solingen. Es geht um die Erhöhung von Essenszuschuss der Eltern
in städtischen Kitas. Es war von moderater Erhöhung die Rede und weiter wurde versucht die Sache weichzuspülen. So hörte man aus dem Rathaus: "Der monatliche Beitrag in den städtischen Kitas, die
mit Essen beliefert werden, wird immer noch deutlich unter 50 Euro liegen", so Beigeordnete Dagmar Becker.
Dann tauchten plötzlich Zahlen und weitere Kaffeesatzlesereien auf. Die Rede war von (es gibt noch gar keine endgültige Berechnung) bis zu 60.-EU und Analysen wurden veröffentlicht. Und es gibt
bei aller Preistreiberei auch noch einen anderen Aspekt. Was sollte und darf so ein Essen denn kosten? Teurer sollte es nicht sein aber gesund. Was ich bei meinen Kindern gesehen habe und heute
anderen Kindern sehe, waren und sind sehr viel Nudeln mit Ketchup. Nehmen wir einmal an, der Monat hat 20 Tage. Der Wunschbetrag der betroffenen Eltern liegt wohl bei 50.-EU pro Monat. Wenn das
Essen nun 60.-EU nach der Erhöhung kosten sollte, dann kann das immer noch kein gesundes warmes Essen pro Tag sein.
Und schließlich kam noch etwas hinzu, was mich schaudern lässt. Es wäre machbar ja, nur das wäre absolut unanständig. Da zieht doch tatsächlich einer industrielle Werbung ins Kalkül. Wie weit
wollen wir denn noch gehen? "Lisa mag Grünkohl mit Mettwurst. Die Mettwurst ist von der Metzgerei Pingel. Sei wie Lisa, iss lecker Werbung."

Kommentar schreiben
Gerald Schrage (Freitag, 15 Februar 2019 07:57)
Danke...Peter...