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14. Januar 2019

Einladung zur Verlegung von Stolpersteinen

Solingen/Der Solinger Arzt und liberale Politiker Dr. Emil Kronenberg und seine Frau Adele Kronenberg sollen mit einem Stolperstein bedacht werden. Sie werden am 17. Januar um 13.00 Uhr an der Katternberger Str. 24 in Solingen verlegt. Im Gehweg vor dem ehemaligen Praxis- und Wohnhaus des Ehepaars Kronenberg sollen sie an NS-Opfer – wie dem Ehepaar Kronenberg erinnern.

 Die FDP Solingen hat die Stolpersteine gesponsert. Der Sprecher des Solinger Unterstützerkreises Stolpersteine Hans-Günter Koch hatte bei dem Kölner Künstler Günter Demnig die Stolpersteine für das Ehepaar Kronenberg in Auftrag gegen. Damit wird die Praxis, mit den Stolpersteinen an Todesopfer der nationalsozialistischen Diktatur zu erinnern, in Solingen erweitert. „Der Stein ist ein Zeichen für die Zukunft“, sagte der Fraktionsvorsitzende der Freien Demokraten, Ulrich G. Müller. „Emil Kronenberg hat sich für die Demokratie und die Bildung in Solingen eingesetzt.

Auch daran wollen wir erinnern“, sagte Dr. Robert Weindl, Vorsitzender der Solinger FDP. Kronenberg war Mitbegründer der Solinger Stadtbücherei. Er war außerdem fasziniert vom dänischen Modell der Volkshochschulen, in denen jeder etwas lernen konnte und es gelang ihm, eine solche auch in Solingen zu etablieren. Beide Einrichtungen gibt es bis heute. Sie sind ein Beispiel für ein nachhaltiges bürgerschaftliches Engagement. Während der Nazi-Diktatur wurde seine Wohnung demoliert, verlor er seine Stelle an der Bethesda,  wurde sein Vermögen unter Zwangsverwaltung gestellt, er musste seinen Beruf aufgeben und den Judenstern tragen. Am 17.September 1944 sollte er sich bei der Gestapo in Solingen melden und wurde nach Theresienstadt gebracht. Nach seiner Rückkehr aus dem Konzentrationslager, das er überlebte, trat er der neugegründeten FDP bei und gehörte bis 1949 dem Vorstand des Kreisverbandes an.


PM der FDP
Foto FDP

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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