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11. Januar 2019

Eine Kirche hat Geburtstag

Solingen/Vor der Gratulation an die alte Dame in Solingen Wald schauen wir uns den steinernen Lebenslauf etwas näher an. Eine Abhandlung von Heinz Rosenthal aus dem Jahre 1967 hilft uns da schon ein Stück weiter. Wenn die Walder Kirche 2019 ihren 1.000 Geburtstag feiert, hat das natürlich keinen Anspruch auf das aktuelle Gebäude vor Ort. Das älteste Gebäude Solingens wurde mehrfach ausgebaut, umgebaut und wieder aufgebaut. Aber die Grundmauern erheben mit Recht den genannten Anspruch.

Schauen wir zurück auf das Jahr 1135 und die Zeit  des "Walder Kirchspiel". In diesem Jahr wird das Kirchspiel erstmals nachweislich erwähnt. Die Walder Kirche muss jedoch schon vor dem Kirchspiel existiert haben. Der romanische Turm stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist somit das älteste Bauwerk der heutigen Stadt Solingen. Die Kirche wurde immer wieder aus - und aufgebaut. Einer der Vorgängerbauten der Kirche wurde 1818 wegen Baufälligkeit abgerissen. Den Reformierten wurde die Kirche 1591 zugewiesen. Der mit Schiefer gedeckte Turm, er stammte aus dem 18. Jahrhundert, wurde 1973 durch ein Kupferdach ersetzt.

Der mittelalterliche Grundriss des Walder Dorfes war durch zwei Komplexe bestimmt. Durch den Deutzer Hof und den Komplex der Kirche. Der Grundriss aus dem jahre 1769 zeigt einen Kirchhof mit langgestrecktem Platz mit neun Ecken. Einen Armenfriedhof gab es in der Südostecke. Am Schluss hatte der gesamte Friedhof 1.300 Grabstellen. Die älteste der ganzen Varianten war vermutlich eine kleine Saalkirche an der Stelle des Altarraumes. Seit dem 12. Jahrhundert stand dort eine einschiffige Langhauskirche. Der Turm erhielt im 18. Jahrhundert eine achtseitige Schieferhaube mit Spitze und Kreuz.

Eine alte Dame mit der zeitlichen Kunst sich ständig neu zu erfinden und dementsprechend zu verkleiden. Herzlichen Glückwunsch.


Peter Nied
Foto: V. Minisgallo
 

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Kommentare: 1
  • #1

    Mr. T (Freitag, 11 Januar 2019 16:22)

    Wahnsinn!! Das hätte ich nicht für möglich gehalten.

GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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