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27. Dezember 2018

Große Verunsicherung bei Autofahrern

Solingen/Die Stadtwerke zeigen Alternativen in der Mobilität auf:"Stadtwerke Solingen mit Know-how bei alternativen Antrieben. Dieselfahrverbote und die Idee ein generelles Tempolimit einzuführen verunsichern Autofahrer wie Automobilhersteller immer mehr. Abhilfe schaffen können alternative Antriebsmöglichkeiten wie Gas oder Elektro. Seit Jahren
sind die Stadtwerke Solingen kompetenter Ansprechpartner bei gasbetriebenen Fahrzeugen, 2018 dagegen stand zudem ganz im Zeichen der Elektromobilität. In Kooperation mit der Rheinenergie haben sich die Stadtwerke dem TankE-Netzwerk angeschlossen. Ziel der gemeinsamen Arbeit ist der Betrieb und die Abrechnung von Elektro-Ladesäulen. Als Grundlage dient eine gemeinsame App, mit der Elektro-Ladesäulen gefunden werden können und über die die Bezahlung bundesweit an mehr als 5.000 Säulen über die Stadtwerke Solingen erfolgen kann. Diese wurde Anfang des Jahres in Betrieb genommen und seitdem intensiv genutzt. Als Geschenk für die App-Nutzer/Stadtwerke-Kunden war das Laden in diesem Jahr zudem kostenfrei. Bis Anfang Dezember haben die Stadtwerke so insgesamt 14.600 kWh Strom „verschenkt“.

Weiteres wichtiges Thema war zudem der Ausbau der Ladeinfrastruktur in Solingen. „Mit dem TankE-Netzwerk haben wir einen sehr wichtigen ersten Schritt in Richtung Elektromobilität in Solingen gemacht“, betont Stadtwerke-Geschäftsführer Andreas Schwarberg. „Darauf können und wollen wir uns allerdings nicht ausruhen. Mit dem Ausbau der Ladesäulen in unserer Stadt wollen wir dazu beitragen, den Bedürfnissen der Solinger Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden und unser ökologisch nachhaltiges Engagement weiter zu stärken. Prognosen zeigen, dass bis zum Jahr 2030 schätzungsweise 7.000-8.000 Elektrofahrzeuge auf Solingens Straßen unterwegs sein werden. Daraus entsteht ein erhöhter Bedarf an Ladeinfrastruktur und passenden Dienstleistungen. Daher hat im vergangenen Jahr auch die Stadt Solingen ihr Konzept zur Elektromobilität und zur Erreichung wichtiger Klimaschutz-Ziele vorgestellt. Der Solinger Oberbürgermeister Tim Kurzbach hat das Ziel, die Klingenstadt zum Vorreiter für zukunftsweisende ökologische Mobilität zu machen, zu dem die Stadtwerke ebenfalls ihren Beitrag leisten“, so Schwarberg weiter.

Mittlerweile haben die Stadtwerke Solingen elf Ladesäulen, verteilt über das gesamte Stadtgebiet, in Betrieb genommen, zehn sind noch geplant, unter anderem auch in Kooperation mit der Sparkasse, die an drei Ihrer Filial-Standorte Ladesäulen installieren wird. In diesem Zusammenhang haben die Stadtwerke den Ausbau der Ladesäulen auch in Kooperation mit der Wohnungswirtschaft stetig vorangetrieben. So wurden dieses Jahr mit der Gemeinnützige Baugenossenschaft „Eigenheim“ eG an zwei Standorten an der Friedenstraße in Solingen Quartiere mit öffentlich zugänglichen Ladesäulen ausgestattet, ein weiterer Standort wird 2019 folgen.

Aber auch bei den Stadtwerken selbst hat die Elektromobilität Einzug gehalten, denn über die Sommermonate wurden den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehrere Elektroautos testweise im internen Fuhrpark zur Verfügung gestellt. „Unsere Kolleginnen und Kollegen haben die Autos rege genutzt und uns ein Feedback gegeben. Insbesondere, was die größeren Nutzfahrzeuge angeht, war es uns wichtig, elektrische Alternativen wirklich im Alltag zu testen. Das Fazit bezüglich Handling, Fahrgefühl und vor allem Alltagstauglichkeit war dabei aber gemischt“, erklärt Pressesprecherin Lisa Nohl. „Wir wollten auch deshalb so intensiv testen, weil wir geplant haben, unseren gesamten Fuhrpark sukzessive auf Elektroautos umzustellen und so noch nachhaltiger unterwegs zu sein“, so Nohl weiter. Allerdings seien die Lieferzeiten noch recht lang und gerade im Bereich der Nutzfahrzeuge konnte noch kein Modell den hohen Anforderungen entsprechen.  Doch mit dem Jahresende sind die Stadtwerke Solingen noch lange nicht am Ende beim Thema Elektromobilität. „Passend zu unserem eigenen Bestreben, den Stadtwerke-Fuhrpark zukünftig voll zu elektrifizieren, haben wir die Zusammenarbeit mit der Stadt geplant, genauer gesagt mit den Technischen Betrieben“, erklärt Thomas Küpper, Leiter Portfolio- und Produktmanagement bei den Stadtwerken. „Diese sind für die Fuhrparkverwaltung aller städtischen Betriebe zuständig und wollen gemeinsam mit den Stadtwerken den Ladesäulenausbau auch an nicht-öffentlichen Orten vorantreiben. Mit unserem Know-how im Bereich Ladesäuleninfrastruktur sind wir dafür der ideale Partner“, ergänzt Christian Olbrisch, Geschäfts- bzw. Produktfeldverantwortlicher im Bereich Elektromobilität."

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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