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12. Dezember 2018

SPD: Straßenbaubeiträge gehören abgeschafft

Solingen/Für die Vorsitzende der SPD-Fraktion im Solinger Stadtrat, Iris Preuß-Buchholz, ist mit der Ablehnung des Antrags zur Abschaffung der Straßenbaubeiträge im Rat politisch in der Sache noch nicht Schluss. Sie wird weiter mit an dem Thema arbeiten. Für die SPD-Fraktion gehören diese Straßenbaubeiträge abge- schafft. Mieter und Häuslebesitzer müssten entlastet werden. Es geht um soziale Gerechtigkeit. Selbst Bundesländer wie Bayern oder Schleswig-Holstein seien in der Sache schon aktiv.
Insbesondere die Frage, inwieweit tatsächlich vor allem die Anlieger von Baumaßnahmen profitieren, kann oftmals nicht einwandfrei beantwortet werden – beispielsweise bei Innenstadtlagen mit hohem Besucherverkehr, der zudem die Anlieger auch belastet. Da Verbesserungen der Infrastruktur grundsätz- lich aber der gesamten Stadt zugutekommen, sollte Solingen auf die Belastung Einzelner verzichten.

Die Beiträge belasten junge Familien und Rentner besonders und sind deshalb eine soziale Komponente, die besonders die treffe, die mit großen Mühen das eigene Heim schaffen konnten, aber nicht über gro- ße Reserven verfügen und dann vor das Problem von kaum lösbaren Schulden gestellt würden.
Für Iris Preuß-Buchholz stellen die Beiträge eine nicht mehr zeitgemäße Finanzierung von Investitions- maßnahmen dar, die aus allgemeinen Steuermitteln finanziert werden müssen. In Nordrhein-Westfalen ist die SPD-Landtagsfraktion in gleicher Sache unterwegs. Preuß-Buchholz setzt auf die Vernunft der Re- gierung, eine landesweit einheitliche Regelung herbeizuführen, auch wenn sich im Moment dafür noch keine Mehrheiten abzeichnen. Einen weiteren Wettbewerb zwischen armen und reichen Kommunen dürfe es nicht geben.


PM der SPD Ratsfraktion

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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