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08. Dezember 2018

RATSBESCHLÜSSE EIN HAUEN UND STECHEN

Solingen/Peter Nied - Hoch her ging es in der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag. Den nachträglichen Unmut darf man dann in den Pressemitteilungen der Parteien  verfolgen.

DIE LINKE sieht im Bezug auf die Debatte um den Haushalt ein Sinnbild rot-grüner Überflüssigkeit und letztlich ein Ergebnis der bürgerlichen Fraktionen. Jörg Becker  kommentierte: "SPD und Grüne haben sich von den bürgerlichen Fraktionen am Nasenring durch den Rat ziehen lassen. Der beschlossene Haushalt ist ein politischer Erfolg von CDU, BfS und FDP und eine klare Niederlage für rot-grün und Oberbürgermeister Kurzbach. Mit Blick auf die unbegrenzte Bereitschaft der rot-grünen Ratsmitglieder die Forderungen der bürgerlichen Fraktionen mitzutragen ist DIE LINKE froh, als einzige Ratsfraktion gegen ein weiteres Kaputtsparen zu stehen. Am Ende steht ein Haushalt der mit einer absoluten Mehrheit der
bürgerlichen Fraktionen ohne ein Mitwirken von rot-grün nicht anders ausgesehen hätte.“ DIE LINKE wird sich auch im kommenden Jahr für sinnvolle und notwendige Investitionen in die Zukunft unserer Stadt, in bezahlbaren Wohnraum, einen zukunftsfähigen ÖPNV und eine sozial gerechte, solidarische Stadtgesellschaft einsetzen. Ebenso wird die große Koalition der Sparwilligen von uns weiterhin eine deutliche Opposition gegen jede Verschlechterung für die SolingerInnen."

Der BfS Antrag zu Straßenausbaugebühren wurde von den Fraktionen der Grünen, FDP und CDU abgelehnt. Die Abschaffung dieser Gebühren hatte die SPD kürzlich im NRW Landtag gefordert und ist damit gescheitert. Das Verhalten der Grünen im Rat wurde von der BfS hart kritisiert und als bürgerfeindlich bezeichnet. Die SPD-Ratsfraktion stimmte jedoch dem Antrag der BfS zu. Eine Abschaffung der Straßenausbaugebühren würde Eigentümer wie Mieter spürbar entlasten.


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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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