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14. September 2018

„Den größtmöglichen Konsens suchen!“

Die SPD-Ratsfraktion setzt sich dafür ein, der Beratung über die Straßenordnung der Stadt Solingen die nötige Zeit und Ruhe zu geben. „Gerade bei diesem Thema steht für uns eine größtmögliche Einigkeit im Rat auf jeden Fall vor Geschwindigkeit“, sagt die Fraktionsvorsitzende Iris Preuß-Buchholz. Eine entsprechende Bereitschaft zur Vertagung in eine der nächsten Ratssitzungen habe auch Ordnungsdezernent Jan Welzel in der jüngsten Fraktionssitzung der SPD signalisiert.

 

„Mit den Fragen und Bedenken, die wir bereits nach der Vorstellung in der Fraktion deutlich gemacht haben, stehen wir offensichtlich nicht allein“, sagt Iris Preuß-Buchholz. „Wir haben einige Änderungswünsche, die wir gerne in Ruhe mit den anderen Fraktionen im Rat abstimmen würden.“ Inzwischen zeichne sich ja auch ab, dass der Entwurf in allen Fraktionen nicht ohne Entschärfungen Zustimmung finde. „Die Hinweise von Kirchen und Sozialverbänden werden wir in diesem Zusammenhang sehr sorgfältig in unsere Beratungen aufnehmen.“

 

„Es mag in einzelnen Bereichen gute Gründe für eine Überarbeitung geben“, sagt Iris Preuß-Buchholz. „Denen werden wir uns sicher auch nicht verschließen.“ So müssten geänderte Gesetze oder neue Sachverhalte natürlich berücksichtigt werden. „Niemand kann aber beispielsweise wollen, dass ordnungs­gemäßes Verhalten in der Öffentlichkeit künftig von der Beurteilung durch einzelne Ordnungskräfte abhängt.“ Iris Preuß-Buchholz: „Das wollen wir im Übrigen auch den städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht zumuten,“ so die SPD in einer Pressemitteilung.

 

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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