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31. August 2018

Stadtkämmerer Weeke ordnet Haushaltssperre an

Solingen/Das Haushaltsjahr 2018 ist für die Stadt Solingen das Jahr der "Schwarzen Null". Das heißt: Einnahmen und Ausgaben müssen sich in diesem Jahr ausgleichen, so dass kein neues Defizit entsteht. Das Ziel in diesem Jahr zu erreichen hat sich die Stadt Solingen dem Land gegenüber schon vor sechs Jahren verpflichtet. Im Gegenzug sind seither Finanzhilfen des Landes aus dem „Stärkungspakt Stadtfinanzen von rund 100 Millionen Euro nach Solingen geflossen. Am Anfang des Jahres sah es noch so aus, als würde nicht nur die schwarze Null erreicht, sondern auch ein kleiner "Gewinn" von 1,9 Millionen Euro erwirtschaftet. Bei einem Haushaltsvolumen von 620 Millionen Euro war das natürlich eine fast zu vernachlässigende Größe (0,3 Prozent), die aber immerhin bis zum 15. Juli auf über vier Millionen im schwarzen Bereich angewachsen war.

Doch wie gewonnen, so zerronnen: Verschlechterungen bei den Gewerbesteuereinnahmen von etwa zwei Millionen Euro (von insgesamt 98,5 Millionen Einnahmen) konnten im ersten Halbjahr noch durch Verbesserungen an anderer Stelle aufgefangen werden. Doch nun kommt es zu Gewerbesteuerausfällen von weiteren zwei Millionen und unvorhersehbaren Mehrausgaben in gleicher Höhe aus dem Bereich der Gesundheits- und Altersvorsorge der Beamten. Alles zusammen hat das kleine Plus aufgezehrt.

Aus Gründen "äußerster Vorsicht" hat deshalb Stadtkämmerer Ralf Weeke jetzt für den Rest des Haushaltsjahres eine Haushaltssperre angeordnet. Die Sperre, die am kommenden Montag, 3. September, in Kraft tritt, bedeutet: die Verwaltung darf nur noch Geld für Aufgaben ausgeben, zu denen sie rechtlich verpflichtet ist, bei denen vertragliche Verpflichtungen bestehen oder die wirtschaftlich sind. Neue Verpflichtungen darf sie aber grundsätzlich nicht mehr eingehen. Eine Regel, von der die Kämmerei in begründeten Fällen und nach eingehender Prüfung aber Ausnahmen zulassen kann.

Finanzvorstand Ralf Weeke stellt klar, dass die Ausfälle bei der Gewerbesteuer kein Anzeichen dafür sind, dass die Konjunktur in Solingen lahmt: „Es gibt keinen Anlass zur Unruhe. Die Konjunkturentwicklung ist auch in Solingen unverändert positiv. Es gibt jedoch einige wenige, aber größere Unternehmen, die aufgrund sehr individueller Aspekte ihre Vorauszahlungen reduziert haben. Im Jahresergebnis kalkulieren wir immer noch mit der Schwarzen Null. Unser permanentes Controlling hat sich als Frühwarnsystem bewährt: Wir steuern nun rechtzeitig gegen. Die Haushaltssperre wirkt wie eine Leitplanke und hilft der Verwaltung, die Ausgabendisziplin zu wahren, die wir auf den letzten vier Monaten des Jahres noch brauchen."

Hintergrund: Mit Beginn des Jahres 2018 hat die Stadt Solingen ein optimiertes Controllingsystem auf der Basis eines internen monatlichen Reportings eingeführt. Für die Gewerbesteuer findet sogar ein wöchentliches Controlling statt. Dieses optimierte Controllingsystem hat nun Risiken im Bereich der Gewerbesteuer und des Personalaufwandes angezeigt. Die aktuelle Hochrechnung des voraussichtlichen Jahresergebnisses für 2018 endet bei „0", nicht jedoch mehr bei einem Jahresüberschuss.

 


Quelle: Pressestelle der Stadt Solingen

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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