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24. August 2018

Der Rüdenstein

Der Rüdenstein

Es begab sich wenige Tage vor dem Christfest des Jahres 1424. Berge und Täler lagen unter einer Schneedecke und die Wupper war zugefroren. Der kalte Wind pfiff sausend über die Kuppen der Wupperberge und die Ritter mit den Jägern zogen ohne Worte über den steilen Pfad. Der Jungherzog Ruprecht von Berg hatte eine Jagd veranstaltet und nun war die Gesellschaft auf dem Rückweg zu Schloß Burg. Mensch und Tier wurden bei Einbruch der Dunkelheit nun noch mehr vom eisigen Nordwind erwischt.
Es war der alte Graf Nesselrode, der sich zuerst suchend umblickte. Er suchte den Jungherzog, der am Ende der Gesellschaft geritten war. Auch die anderen Herren hatten den Gastgeber nicht mehr gesehen. Der Zug stand jetzt still und die Jäger bliesen ins Horn aber jede Antwort blieb aus. Da kam winselnd ein Rüde den Abhang hinauf gekrochen und lief aufgeregt zwischen den Herren umher. Und immer wieder lief der Hund ein Stück den Abhang hinunter, um aber direkt wieder bellend zurückzukommen. Dann erst verstanden die Herren, dass der treue Hund ihnen etwas mitteilen wollte. Einige der Ritter sprangen vom Pferd und folgten dem bellenden Hund den Abhang hinunter. Immer wieder blieb der Hund stehen und wartete auf die Gesellschaft. Bald war man an einer Schlucht angekommen. Am Ufer der Wupper lag der blutende Jungherzog neben seinem zerschmetterten Pferd und hatte viele Glieder gebrochen. Der Mann war im Schneetreiben den Hang hinunter gestürzt. Nun war es jedoch noch Stunden bis zur Burg und aus diesem Grunde brachten sie den Jungherzog zu den Bauersleuten im nahe gelegenen Wupperhof. Herzog Adolf musste das Christfest ohne den Sohn feiern aber der war nun in guten Händen.
Nach langer Zeit der Genesung ging der Jungherzog zu der Stelle, wo er den Abhang hinunter gestürzt war. In seiner Dankbarkeit an den treuen Hund ließ er dem vierbeinigen Freund zum ewigen Gedenken ein Standbild errichten. Schon von Weitem konnte man auf dem Berg das Standbild des Lebensretters erblicken.
Noch heute heißt dieser Fleck im Tal der Wupper Rüden. Das Standbild verwitterte und stürzte in die Wupper. Aber immer wieder bauten die Leute ein neues Standbild auf. Zum Gedenken an den treuen Hund.

Frei nacherzählt nach Ziehnert 1925. Der von Ziehnert erwähnte Jungherzog Ruprecht von Jülich Berg  lebte allerdings 1365-1394. Bei den Überlieferungen von Otto Schell und Vincent Jakob von Zuccalmaglio war der erwähnte Jungherzog Robert von Berg ebenfalls nicht zutreffend.

(c) Peter Nied

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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