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06. April 2018

Dem Täter auf der Spur

Wuppertal (ots) - Mehr als 90 junge Frauen und Mädchen aus Remscheid und umliegenden Städten meldeten sich in den letzten Tagen bei der Polizei, um Anzeige zu erstatten. Die Frauen hatten Fotos von sich auf einer Internetseite gefunden, die mittels Fotomontage manipuliert wurden und zum Teil pornografische Abbildungen beinhalteten. Die Bilder der Frauen wurden einerseits aus sozialen Netzwerken entnommen, andererseits schienen die Fotos aus einem Eiswagen heraus gemacht worden zu sein. Die Polizei leitete Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Kunsturhebergesetz und wegen des Verdachts der Verbreitung pornografischer Schriften ein. Erste Ermittlungen deuteten zunächst auf einen Eisverkäufer (59 Jahre) aus Solingen als möglichen Tatverdächtigen hin. Mit richterlichem Beschluss fanden am gestrigen Donnerstag (05.04.2018) Durchsuchungsmaßnahmen an dessen Wohnanschrift in Solingen statt, bei denen durch die eingesetzten Beamten diverse Datenträger als potentielle Beweismittel sichergestellt wurden. Die Vernehmungen und die weiteren Ermittlungen - insbesondere die Auswertung der Datenträger - deuten nunmehr darauf hin, dass es sich bei dem eigentlichen Tatverdächtigen um einen im Ausland lebenden Mann (63 Jahre) handelt. Der betroffene Eiswagen, aus dem die Bilder gemacht worden sein sollen, scheint nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen abgemeldet und verschrottet worden zu sein. Hinweise auf einen möglicherweise dritten Tatverdächtigen haben sich nicht bestätigt. Die Ermittlungen des zuständigen Kriminalkommissariats dauern an; Einzelheiten können aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht genannt werden. (am)

 

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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