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29. März 2018

Linus gibt alles


Vor dem Supermarkt verschenkt die CDU Ostereier und im Laden kämpft Linus den Kampf seines Lebens. Der Junge, er zählt wohl so acht Lenze, kam schon schreiend und weinend in den Laden.  Seine Mama zog ihn hinter sich her wie einen Sack Kartoffel. Verstehen konnte man ihn nicht, es war eine Art Sirene bei anstehendem Fliegeralarm. Mama bat Linus doch bitte aufzuhören und sich zu beruhigen. Das war für den lieben Kleinen das Signal sich brüllend auf den Boden zu werfen. Chapeau, Linus, der Abroller war bühnenreif. Da hast du sicher lange für trainiert. Die Mama fragte in moderatem Ton, ob er es eventuell in Erwägung ziehen würde, doch bitte wieder aufzustehen. Nein, wollte Linus aber nicht. Die Akustik stieg noch einmal um einige Dezibel an.

Die Mama: "Schau, Linus, der Frau Kassiererin gefällt das auch nicht. Drauf geschissen, er wollte aber die rosa Bonbon haben. In diesem Augenblick bekamen Linus, das kleine Kotzbröckchen, und ich Blickkontakt. Ich zog eine grauenhafte Grimasse und riss die Augen weit auf. Linus bekam Schnappatmung und ging dann zum geordneten Finale über. Er riss beide Beine hoch und machte zwei
verwegene Rollen am Boden. Dabei schrie Linus wie ein abgestochenes Kalb. Er wollte die Bonbons, und dass der blöde Mann aufhört, mit Fratze schneiden.

Mama drehte sich um, aber da war ich schon am Eingang und hatte meinen Spaß.

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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