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21. März 2018

Tarifrunde im öffentlichen Dienst

„Als Arbeitgeber attraktiv bleiben“

Solingen/Jetzt nimmt die Politik Stellung zur Tarifrunde im öffentlichen Dienst:Die Fraktionsvorsitzende der SPD: Beschäftigte dürfen nicht Opfer der Unterfinanzierung sein

„Solingen braucht eine moderne Verwaltung mit gut funktionierenden Dienstleistungen“, sagt Iris Preuß-Buchholz. „Und das bedeutet gerade in Zeiten des Fachkräftemangels, dass die Arbeitsplätze attraktiv sein müssen.“ Damit kommentiert die Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion die derzeitigen Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst: „Schon jetzt hat die Verwaltung in vielen Bereichen ernsthafte Probleme, bei der möglichen Bezahlung Bewerber zu finden.“ In der Vergangenheit habe es wegen des Sparzwangs erhebliche Abstriche gegeben, vor allem beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld. „Es ist verständlich, dass gerade angesichts der guten Lage und anderer Tarifabschlüsse bei den Beschäftigten nun Erwartungen entstanden sind.“

Für den städtischen Etat sei die Entwicklung dagegen ohne Zweifel problematisch: „Natürlich müssen wir darauf achten, dass Solingen einen ausgeglichenen Haushalt 2018 erreicht“, sagt die Fraktionsvorsitzende. Deutliche Tariferhöhungen könnten die ohnehin enge Planung daher gefährden. „Grundsätzlich darf es aber nicht sein, dass die Beschäftigten die immer noch unzureichende Finanzierung unserer Städte und Gemeinden ausbaden müssen.“ Hier seien auf Bundes- und Landesebene dringend Änderungen notwendig.

Die Diskussion auf die Höhe der Forderungen zu fokussieren, lehnt Iris Preuß-Buchholz ab: „Die sechs Prozent sind kein Grund für populistische Attacken. Tarifverhandlungen haben ihre eigenen Gesetze und Rituale, die sollten wir in Ruhe den Vertragsparteien überlassen.“ Streiks im Öffentlichen Dienst hätten natürlich weitaus unangenehmere Folgen als ein Ausstand in einem einzelnen Industriezweig – „aber Arbeitnehmerrechte müssen für alle gleich sein“.

Iris Preuß-Buchholz: „Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister haben wir versprochen, die Verwaltung zu modernisieren, besser zu organisieren und gleichzeitig zu verschlanken.“ Den Beschäftigten verlange dieser Prozess viel ab. „Das alles wird nur funktionieren, wenn sich die Stadt Solingen gleichzeitig dauerhaft als attraktiver Arbeitgeber positionieren kann.“

 

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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