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23. Februar 2018

Reisebestecke

 

 

Reisebestecke

von Peter Nied

Reisebestecke haben ihren historischen Ursprung in der Zeit vor der Industrialisierung, als Bestecke von ihrem Besitzer stets mitgeführt wurden. Solinger Messerhersteller stellten sich um 1900 auf neue Reisegewohnheiten der Bevölkerung ein und fertigten platzsparende Reisebestecke in vielfältigen Ausführungen. Diese Bestecksätze wurden auch als Touristenbestecke bezeichnet.

Das Reisebesteck hat seinen ganz eigenen Platz in der Geschichte der Bestecke. Heute fast nur noch im Bereich des Militärs und der Pfadfinderschaft genutzt hat das Reisebesteck seine geschichtlichen Ursprünge weit vor den industriell gefertigten Bestecken. Im Europa des 16. und 17. Jahrhunderts führten die Reisenden ihr eigenes Besteck in Köchern aus Metall und Etuis aus Holz mit sich. Und da solche Reisen vornehmlich von reichen Menschen angetreten wurden, gab es bei den Funktionsteilen sehr schöne und individuell angefertigte Stücke.

Heute sind noch patentierte Reisebestecke für Camping im Gebrauch. Vielfach werden diese Bestecke aber auch durch Plastikbestecke als Wegwerfware ersetzt. Die meisten Modelle der Reisebestecke bestehen aus drei Teilen (Messer, Gabel und Löffel) und werden fixiert in einem Etui aufbewahrt. Andere Modelle beinhalten mehrere Teile in einem Korpus. Optik und Material treten für die Funktionalität heute eher in den Hintergrund.
Messer und Gabel werden auch als Taschenmesser angeboten. Durch einen Feststellmechanismus kann man beide Teile des Taschenmessers lösen und diese in beiden Händen wie ein Besteck führen. Bis weit in die 1950er Jahre führten viele Solinger Schneidwarenfirmen Bestecke mit Hirschhorngriffen in ihrer Produktpalette. Aktuell fertigen nur noch ganz wenige Solinger Firmen diese Bestecke. Material, kostenintensive Fertigung per Hand und aufwendige Ätzungen ließen das Hirschhornbesteck eher zum Nischenprodukt werden.
Die Solinger Firmen „Hubertuswerk“ und die „Fa. Linder“ z. B. führen Vorlageteile, Steakbestecke oder Tranchierbestecke und Wetzstähle mit Hirschhorn in ihrem Sortiment.

Fotos Nied

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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