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19. Februar 2018

Der Kommentar

Wer hat uns verraten?
ein Kommentar von Peter Nied

Ein kluger Kopf bemerkte vor Kurzem: "Lesen Sie unbedingt das Kleingedruckte und das nicht so auffallend diskutierte im Koalitionsvertrag der GroKo." Recht hatte er denn sehr weit unten im Vertrag stehen die richtigen Knaller. Da haben wir etwas, was bereits bei Einführung des Mindestlohns seinen Anfang nahm. Das Arbeitsministerium schob die Einführung des Mindestlohns für Zeitungszusteller weit nach hinten. Die Zusteller, die in der Nacht bei Wind und Wetter das Gedruckte unter die Leute bringen, mussten auf ihren Mindestlohn lange warten. Von den schmierigen Tricks, wie die Verlage den realen Mindestlohn umgingen, mal ganz zu schweigen. Was hat dieses Ministerium nur getrieben? Die Ministerin ist eben nicht nur Ministerin, sondern auch Mitglied der SPD. Und hier kommt man schon ins Grübeln.


Die SPD ist alleiniger Besitzer der deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft mbH, einem wichtigen Zeitungsverlagshauses. Die Verpflichtung zum Mindestlohn betraf eben auch Zusteller von SPD beteiligten Zeitungen. Immerhin müssen in diesem SPD dominierten Verlagssortium fast 440.000 Zeitungen verteilt werden. Jetzt wagen wir einmal einen Sprung in die Gegenwart. Die SPD unterzeichnete einen Koalitionsvertrag mit der CDU/CSU. Darauf sind die Sozis Stolz. Und Herr Müntefering ermahnt die Mitglieder seiner Partei: "Man solle mit dem "Gezeter" aufhören. Man habe "gut verhandelt" mit der Union." Was steht nun in diesem Vertrag? "Zur Sicherung der bundesweiten Versorgung mit Presseerzeugnissen für alle Haushalte in Stadt und Land gleichermaßen wird bei Minijobs von Zeitungszustellerinnen und Zeitungszustellern der Beitrag zur Rentenversicherung, den die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zu tragen haben, befristet für die Dauer von fünf Jahren bis zum 31. Dezember 2022, von 15 auf 5 Prozent abgesenkt."

Das steht in diesem Vertrag. Und wieder haben die Zeitungszusteller die Arschkarte gezogen. Ich frage mich, was hat diese ehemalige Arbeiterpartei nur gegen die Zustellerinnen und Zusteller?

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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