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16. Februar 2018

Überall Leerstand

Solingen/von Peter Nied-Eigentlich sieht man nur noch das Dach von Hausnummer 8. Seit guten acht Jahren steht das stattliche Haus mit zwei Wohnebenen und einer Einliegerwohnung leer. Wenn Sträucher und Unkraut bis auf den Bürgersteig wachsen, dann kommt der Hausmeisterservice und schneidet alles zurück.
Eine Erbengemeinschaft, so die Informationen von Nachbarn, kann sich einfach nicht einigen.
Und so verfällt das Haus und das Grundstück. Vor und hinter dem Gebäude verwildert alles mit rasender Geschwindigkeit. Der große Garten hinter dem Haus ähnelt einem Regenwald. Bäume und Sträucher ragen auf die Nachbargrundstücke. Ein Baum legte seine Äste weit auf das Dach eines Gebäudes an der Fontanestraße. Vor dem Haus wächst das Unkraut in allen Varianten bis in den Bürgersteig hinein. Ein sichtlich erboster Anwohner: "Und schneidet man einmal überstehende Äste zurück, gibt das ein Informant sofort weiter an die Besitzer und ein Rechtsanwalt meldet sich."
Jetzt werden die Wellen mit einiger Sicherheit richtig hochschlagen: Es wurde eine Ratte auf dem Grundstück gesehen. Und wo eine Ratte ist, da sind auch noch mehr. Hier müsste die Stadt jetzt endlich tätig werden.
Wenige Meter um die Ecke herum steht in einem Haus eine Mansarde leer. Zwei Häuser weiter stehen in einem sechs Familien-Haus drei Wohnungen leer. Verkauft wird nicht, man stellt Plastikblumen auf die Fensterbank oder lässt die Rollladen herunter ("Sieht dann aus wie lange im Urlaub"), so eine Nachbarin. Im Umkreis von 500 m gibt es an sieben Straßen überall Leerstand über mehrere Jahre. Im gesamten Stadtgebiet bietet sich das gleiche Bild. Es gibt überall Leerstand, sei es still oder geduldet. Bleibt die Frage, sieht niemand hier einen Handlungsbedarf? Immerhin werden dringend Wohnungen gesucht.

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Kommentare: 1
  • #1

    Vincenzo (Freitag, 16 Februar 2018 16:55)

    Tja, wir suchen auch ein Eigenheim hier in Wald, allerdings sind die Preise weit weg von gut und böse. Der Zustand ist meist verwahrlost und der Preis gleicht einem Neubau !

GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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Fontanestr. 84

42657 Solingen

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