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08. Februar 2018

Stadt setzte sich ein


Solingen/Seit rund einem Jahr stehen Deutsche Bahn und Stadt Solingen miteinander im Gespräch. Damals gab es erneut Hinweise auf eine Schließung des Reisezentrums und vor allem auch Kritik an der Servicequalität. Vor diesem Hintergrund hatte die Stadt bei der Deutschen Bahn angemahnt, dass es für die Zukunft des Reisezentrum unbedingt eine kundenfreundliche Lösung geben müsse.

In der Folge haben Stadt und Vertreter der Vertriebsabteilung der Bahn verschiedene Ansätze für eine Lösung im Gebäude des Hauptbahnhofs diskutiert. Inzwischen hat die Bahn der Stadt bestätigt, dass eine Entscheidung in Kürze bevorsteht: Eine Agentur soll das Reisezentrum übernehmen und zukünftig den notwendigen Service vor Ort bieten. Zufrieden zeigt sich Stadtdirektor Hartmut Hoferichter mit der zielführenden und guten Kommunikation zwischen den Partnern: "Mit einer solchen Lösung könnten wir einverstanden sein. Ein Angebot im Hauptbahnhof war uns immer wichtig", betont er. Es werde erreicht, dass Bahntickets auch zukünftig am Schalter und nicht nur am Automaten gekauft werden können und zudem Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Dafür hatten sich in der Vergangenheit auch Oberbürgermeister Tim Kurzbach, Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik und vor allem der städtische Seniorenbeirat sowie der Behindertenbeirat stark gemacht.

Inzwischen hat die Bahn mitgeteilt, dass ein nahtloser Übergang Ende Mai erfolgen soll. Zurzeit laufen noch letzte Gespräche mit möglichen Anbietern. Stadtdirektor Hoferichter kündigte an, die politischen Gremien zu informieren, sobald die konkreten Entscheidungen vorliegen.

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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