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18. Januar 2018

Die Stadt plant mit

Solingen/red-Konkrete Planungen für das Olbo-Gelände legt nun die Stadt vor:" Stadt plant mit Supermarkt im Globus-Haus.Vorlage für Planungsausschuss und Bezirksvertretung konkretisiert die Entwürfe für das Olbo-Areal. Für die gemeinsame Sitzung des Planungsausschusses und der Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid am 29. Januar präsentiert die Stadt Solingen wie angekündigt eine konkretere  Vorlage für die neuen Planungen rund um den Ohligser Marktplatz. Betroffen sind das frühere Olbo-Areal zwischen Aachener Straße, Heiligenstock und Düsseldorfer Straße, das vom Investor Kondor Wessels gekauft wurde, sowie das ehemalige Globus-Haus an der Düsseldorfer Straße, das die Stadt-Sparkasse übernommen hat. Die politischen Gremien beraten auf dieser für das O-Quartier stark in Richtung Wohnungsbau veränderten Grundlage am 29. Januar, um in den kommenden Monaten die Bauleitplanung (O 652) zügig fortzuführen. Ziel ist es, mit dem Investor zeitnah einen neuen Bebauungsplan zu erarbeiten. Dieser soll den alten Bebauungsplan ersetzen, der bisher für das gescheiterte O-Quartier gegolten hat (O 552). Zu den vordringlichen Zielen gehört es, neben der Schaffung von ca. 300 Wohnungen  wieder einen Lebensmittel-Vollsortimenter am Markt anzusiedeln. Denn darauf wartet Ohligs seit Jahren. Hierfür ist nach den aktuellsten Prüfungen das frühere Globus-Haus vorgesehen.

Dieser Lebensmittel-Markt mit einer Verkaufsfläche von mindestens 1500 Quadratmetern soll ebenerdig platziert werden, mit direktem Zugang von der Düsseldorfer Straße. Das Vorhaben ist mit den Plänen der Stadt-Sparkasse vereinbar, die im früheren Globus-Haus eine neue zentrale Geschäftsstelle einrichten wird. Die Tiefgarage bietet ein ausreichendes Stellplatzangebot. Die Globus-Lage hält Stadtdirektor und Baudezernent Hartmut Hoferichter - verglichen mit dem ehemals auf dem Olbo-Gelände angestrebten Standort - für absolut gleichwertig. Es habe sich gezeigt, dass die Olbo-Fläche keine ideale Lösung für einen Lebensmittelmarkt mit Anbindung an den Ohligser Markt eröffne, die zugleich auch zu den neuen Plänen für ein umfangreiches Wohnungsangebot  passt. „Wir können hiermit unmittelbar am Markt eine gut geeignete  Alternative anbieten“, sagt Hoferichter.

Oberbürgermeister Tim Kurzbach bewertet den Fortschritt als Durchbruch für Ohligs: „Es zeigt sich schon jetzt, wie wertvoll es ist, dass wir mit der Stadt-Sparkasse und Kondor Wessels zwei seriöse und verlässliche Partner haben. Mit ihnen lässt sich für zwei ganz wichtige Grundstücke in Ohligs gemeinsam planen. Das ist der entscheidende Fortschritt gegenüber den Zeiten, als die Gräfin isolierte Vorstellungen für das Olbo-Areal entwickeln wollte und das Rathaus deshalb im Sinne der Stadtteilentwicklung auf die Bremse treten musste.“ Auch Kondor Wessels legt inzwischen bereits detailliertere Entwürfe vor: Die Analysen des Investors haben ergeben, dass er die Olbo-Fläche nahezu ausschließlich mit Wohnungen bebauen will. Das gebe die Nachfrage auf dem Ohligser Immobilienmarkt her, ist sich das Unternehmen sicher. Das Konzept enthält nur noch einen bescheidenen Anteil von ca. 200  Quadratmetern für Einzelhandel und Gastronomie im Erdgeschoss an der Aachener Straße.In Gebäuden mit vier bis fünf Geschossen will Kondor Wessels rund 300 Wohnungen bauen. Es werden Eigentumswohnungen und Mietwohnungen entstehen.  Dafür strebt das Unternehmen zwei neue Blockstrukturen im Inneren des Geländes an. Die Blöcke sind aber nicht geschlossen, so dass sich eine Achse zum Markt hin öffnet (Ost-West). In Nord-Süd-Richtung ergibt sich eine weitere Achse. So entsteht Raum für interne Platzflächen mit Gärten und Spielbereichen. Die Tiefgarage mit bis zu 300 Stellplätzen ist von der Straße Heiligenstock zu erreichen.

Überwiegend will Kondor Wessels Wohnungen mit zwei und drei Zimmern anbieten. Aber auch Vier- und Ein-Zimmer-Wohnungen gehören zum Konzept. So werden alle Altersgruppen angesprochen. Die durchschnittliche Wohnungsgröße wird mit 75 Quadratmetern angegeben. Das Preisniveau liegt im mittleren Segment. Die Gesamtwohnfläche ist mit 22.000 Quadratmetern beziffert. Die heterogene Nutzerstruktur verspricht eine deutliche Belebung der Ohligser Zentrums. Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan wird zeitlich verbindliche Fristen enthalten, nach denen das Bauprojekt vom Investor zu realisieren ist. Dem hat der Eigentümer bereits zugestimmt. Zudem sagt er zu, sich an den Kosten zu beteiligen, die anfallen, um den Ohligser Marktplatz zu verschönern sowie die Düsseldorfer Straße attraktiver zu gestalten."

(Redaktion)
Foto: Nied

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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