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04. Januar 2018

Post aus dem Rathaus

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Solingen/Die Stadt informiert zur steigenden Grundsteuer B
Ein Brief an die Bürger erläutert die Neuerungen, die seit 1. Januar gelten

Zum 1. Januar 2018 ist der Hebesatz für die Grundsteuer B von 590 auf 665 Punkte gestiegen. Weil in diesen Tagen die Bescheide an die Haushalte verschickt werden, informiert die Stadt Solingen in einem Brief an die Bürger zusätzlich noch einmal ausführlich über diese Veränderung. Diese betrifft sowohl Hauseigentümer als auch Mieter.

Im Schreiben des Rathauses erläutern Oberbürgermeister Tim Kurzbach und Stadtkämmerer Ralf Weeke ausführlich die Gründe, die zu diesem Schritt geführt haben. Den Beschluss dazu hat der Stadtrat im vergangenen Jahr schweren Herzens gefasst. Immerhin erlaubten es die gute finanzielle Entwicklung der vergangenen Monate und die positive Prognose für 2018, die ursprünglich vorgesehene Erhöhung um 100 Punkte auf 75 Punkte zu senken. Dieser Teilverzicht ist aber daran geknüpft, dass der positive Trend in diesem Jahr weiter anhält. Das betonen Kurzbach und Weeke.

Ausschlaggebend für die Erhöhung der Grundsteuer B ist die Sanierung des städtischen Haushalts. Ab diesem Jahr muss Solingen Einnahmen und Ausgaben im Gleichgewicht halten. In Zukunft dürfen keine neuen Verluste entstehen, die den Schuldenstand erhöhen. Das ist die Bedingung, unter der Solingen in den vergangenen Jahren mehr als 100 Millionen Euro an Finanzhilfe vom Land erhalten hat, um den Haushalt dauerhaft zu sanieren. Aus diesem Grund wurden in der Vergangenheit weitreichende Sparbeschlüsse gefasst: Stadthallen, Schwimmbäder, Bürgerbüros und Zweigstellen der Stadtbibliothek mussten schließen. Auch ihre Personalkosten senkte die Stadt. Zudem gab es viele weitere Einschnitte.

Weil das alles allein aber nicht ausreicht und weil dem Rotstift Grenzen gesetzt sind, wenn die Infrastruktur der Stadt und das gesellschaftliche Leben nicht Schaden nehmen wollen, sah das Rathaus keinen anderen Weg, als auch die Grundsteuer B zu erhöhen. "Die finanziellen Rahmenbedingungen zwingen uns leider dazu", sagen Oberbürgermeister Tim Kurzbach und Kämmerer Ralf Weeke. Ohne diesen Schritt sei das finanzielle Ziel unerreichbar. "Viele notwendige Investitionen insbesondere in Schulen und Kindertagesstätten, aber auch in die Solinger Feuerwehr könnten nicht getätigt werden." OB und Kämmerer bitten die Bürger daher um Verständnis für diese zusätzliche Belastung. "Seien Sie sicher, dass wir alles tun, um die Belastung in Grenzen zu halten."

Gleichzeitig versichern beide, in Land und Bund dafür zu kämpfen, dass die Kommunen künftig bei der finanziellen Ausstattung gerechter bedacht und von Belastungen befreit werden. Denn darin liege eine der wesentlichen Ursachen für die finanzielle Not, die in den Rathäusern herrsche. Kosten von Land und Bund würden dort einfach abgewälzt, ohne dass die Kommunen die Chance hätten, sich dagegen zu wehren. "Das muss aufhören und korrigiert werden", sagen Kurzbach und Weeke. Im Zusammenschluss mit anderen Städten setzen sie sich dafür in Düsseldorf und in Berlin ein.

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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